Erdölpumpe im freien Feld – Tag 8 in Rumänien

Bevor die anderen Gäste nur schon wach werden, sitzen Andreas und ich am Frühstück und stärken uns für den Tag. Die Planung sieht für heute gleich zwei Abschnitte auf Schotterpisten vor. Der erste startet kurz nach dem nächsten Ort.
Die zweite Schotterpiste soll uns dann auch an einem Ölförderturm vorbei bringen.
Erst beim Schreiben des Berichts erfahre ich, dass Rumänien das erste Land mit Ölförderung war. Auch heute noch wird an einigen Stellen das schwarze Gold aus dem Boden gepumpt.

Pension

Wir packen unsere 7 Sachen auf die Motorräder und verabschieden uns von den “Wachhunden” welche die Nacht neben unseren Motorrädern verbracht haben.

Wachhunde

Schwierige Navigation im Wald

Die letzten Tage war unsere Strecke meistens durch Berge begrenzt, heute ist das Gelände flacher und unsere erste Schotterpiste verläuft durch einen grossen Wald. Für einmal ist nicht das Gelände schwierig – heute kommt es auf die Navigation an. Viele Wege biegen vom Hauptweg ab, doch welcher ist unserer?

Wir könnten noch lange durch diesen Wald fahren, doch auch dieser Spass hat irgendwann ein Ende!

Schotterpiste in den Wäldern von Rumänien

Unendliche Weiten in den Wäldern von Rumänien

In Târgu Secuiesc legen wir eine Pause ein. Gleich gegenüber der Bank gibt es ein Cafe und wir parken die Motorräder gleich auf dem Gehweg. Bei Kaffee und einer grossen Auswahl an Torten schauen wir dem Treiben auf der Strasse zu.

Wir lernen einen Jungen kennen, der in Deutschland bei einem Autohersteller am Fliessband gearbeitet hat. Er spricht etwas deutsch und hat daher unser Gespräch mitbekommen. Er ist begeistert, dass ein Deutscher und ein Schweizer seine Heimat per Motorrad bereisen. Spannend wie viele Rumänen für einen Job (wenn auch nur für eine kurze Zeit) nach Deutschland gehen.

Es wird Zeit zum Weiterfahren – für heute haben wir erst die Hälfte der Strecke geschafft. Die nächste Schotteretappe wartet auf uns!

Erdölpumpe im freien Feld

Der Abzweiger, den wir nehmen müssen, ist nur ein schmaler Spalt neben der Hauptstrasse. Doch der schmale Weg führt weiter ins Tal hinein und wir folgen dem Weg auf gut Glück. Mitten im Wald sehen wir dann plötzlich eine Erdölpumpe. So etwas habe ich ja schon mal im TV oder auf Fotos gesehen – aber hier steht so ein Ding mitten im Wald!

Erdölpumpe im freien Feld

Eine Ölpumpe mitten im Wald.

Nach der obligatorischen Fotosession geht es weiter den Hügel hinauf. Oben sehen wir dann noch weitere Pumpanlagen. Doch zwei Wachhunde haben etwas dagegen, dass wir hier eine weitere Fotosession halten. Sie jagen uns kläffend vom Platz.

Auf dem Weg hinunter vom Hügel begegnen wir zwei Radfahrern. So weit weg von der Zivilisation sind die eher eine Seltenheit. Ich will ihnen die Begegnung mit den Hunden ersparen und drehe nochmal um.
Die beiden kommen aus Deutschland. Er ist eigentlich Rumäne, lebt aber schon lange in Deutschland und zeigt seiner Freundin seine Heimat. Den Hinweis zu den Wachhunden nehmen sie dankend an und drehen wieder um.
Erstaunlich wie schnell die beiden hier auf ihren Fahrrädern fahren können. Andreas und ich müssen ordentlich Gas geben um die beiden einzuholen. .

Als es darum geht, eine Pension für die Nacht zu finden steuern wir zuerst die vorgeschlagene Pension in unserem MDMOT Tourbuch an. Die Pension La Excelentza ist aber leider ausgebucht. Vom Personal bekommen wir aber den Tipp, dass es an der Hauptstrasse noch weitere Pensionen gibt .

Als erstes stoppen wir bei der Pension Georgia. Sie liegt direkt an der Hauptstrasse und sieht von aussen ganz ordentlich aus. Wir bekommen ein gutes und günstiges Zimmer und beschliessen zu bleiben.
Nachdem unser Gepäck auf dem Zimmer ist, parken wir die Motorräder im hinteren Teil des Parkplatzes.
Das Restaurant ist gut besucht, die Speisekarte bietet einiges und die Wahl für das Nachtessen fällt schwer.

Motorradparkplatz

Im hinteren Teil der Anlage gibt es eine Art Bar / Lounge. Wohl der angesagte Treffpunkt in der Region. Immer mehr Autos kommen und suchen einen Parkplatz.
Nach dem Essen gehen wir auch noch rüber um den Abend ausklingen zu lassen. Bisher Ein Bier zum Ausklingen des Tages gehört einfach dazu!
In einer Bar soll es heute einmal etwas anderes sein. Für mich Whisky Cola und für Andreas Vodka Orange. Aber immer wenn es darum geht, dass der Alkohol auf den ml genau abgemessen wird, dann schmeckt das Mixgetränk einfach nur halb so gut.

Wir lassen die Partymeute noch weiter feiern und gehen schlafen.

Über

Begeisterter Reisender der mit dem Motorrad und Kamera die Welt erkundet. Auf meinem Blog berichte ich über meine Erlebnisse und möchte euch meine Art der Reise näher bringen.
Dazu gibt es Tipps und Tricks zu den Themen Motorrad und Reisen.

Fragen oder Anmerkungen sind in den Kommentaren gerne gesehen.

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