Wir folgen der Route von gestern, allerdings in umgekehrter Richtung. Sie erscheint uns spannender als die eigentlich vorgesehene Strecke. Durch dichten Wald fahren wir über einen Hügelkamm und kommen an einen Ort in dem wir auch zu einem Streckentipp des BMW Händlers abbiegen könnten.

Auf der Karte sieht die Strasse nach einer kleinen Schotterpiste aus. Doch vor Ort entpuppt sie sich als frisch geteerte Bergstrasse. Schmal, mit engen Kurven geht es durch den Wald noch auf den Berg. Auf der anderen Seite gibt es einen grösseren Ort, in dem wir sicher eine Unterkunft finden.
Am höchsten Punkt der Strecke erwartet uns ein grosses Schild mit der Information, dass die Strasse mit Geld aus der Schweiz erneuert wurde.

Wir kommen im Tal an und begeben uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Bei den ersten Hotels und Pensionen haben wir Pech, entweder kein Platz frei oder der Parkplatz für die Motorräder sagt uns nicht zu.
Etwas ausserhalb werden wir fündig. Der Parkplatz ist zwar auf den ersten Blick nicht besser, der Besitzer versichert uns aber, es werde jemand auf unsere Motorräder aufpassen.
Zwei Mal schaue ich in der Nacht aus dem Fenster zu unseren Motorrädern hinunter. Immer sitzt ein Junge neben unseren Motorrädern und raucht eine Zigarre nach der anderen – unser Parkwächter. Leider ist er am Morgen darauf nicht mehr zu finden, hätte mich gerne bei ihm bedankt.