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Blogbeitrag

Deine Reise ist nicht meine Reise! mein Reisetyp
Nur mit Seil gesichert
Motorrad

Deine Reise ist nicht meine Reise! mein Reisetyp 

Kein Mensch ist gleich wie der andere, daraus kann man auch schliessen, dass die Gewohnheiten, wie man seinen Urlaub verbringen möchte, sehr unterschiedlich sind. Der jeweilige Reisetyp ist also sehr unterschiedlich und diese Vielfalt will Florian von flocblog in einer Blogparade aufzeigen.

Reisetyp Motorrad- Reisender

Ich selbst habe mich vergleichbar spät aus der eigenen Komfortzone heraus gewagt und hab begonnen, mich für andere Menschen, Länder und Kulturen zu interessieren. Per Flugzeug, Zug oder Auto ging es quer durch Europa. Zwischen Italien und Norwegen wurde alles abgegrast, was mich interessierte bzw was finanziell möglich war.

Erst viel später ist dann das Motorradfahren dazu gekommen. Die Prüfung zur grössten Motorradkategorie habe ich erst Anfang 2012 gemacht. Doch damit hat sich auch eine neue Art des Reisens für mich eröffnet.

mein Reisetyp: Motorrad Reisender

Ein Jahr lang habe ich unterschiedliche Motorradmodelle getestet. Am Ende bin ich bei BMW und bei der Modellreihe GS hängen geblieben. Wie so oft bei Motorradfahren zählte hier in erster Linie der Popometer und das verfügbare Budget. Ersteres war sagenhaft, zweitens brauchte noch etwas Zeit um das Wunschmodel wirklich kaufen zu können. Am Ende wurde es dann die BMW R1200 GS Adventure, die mich nun schon seit 4 Jahren begleitet.

Mit zwei Rädern unterwegs zu sein hat meiner Meinung nach einige Vorteile:

  • Man gehört zur Gruppe der Motorradfahrer, für viele sicher am ehesten sichtbar durch den Motorradfahrergruss.
  • Geringere Kosten zu anderen Reisefahrzeugen wie Auto oder Camper.
  • Man ist in der Natur, man riecht seine Umgebung
  • Man kommt sehr schnell ins Gespräch mit anderen Leuten, sei das nun vor dem Einkaufscenter oder an der Tankstelle. Ein gepacktes Motorrad macht meistens neugierig.

aber auch einige Nachteile:

  • Im Verkehr ist es gefährlicher als z.B. in einem Auto, weil eine schützende Hülle fehlt.
  • Man ist in der Natur – bei Regen gibt es kein schützendes Dach über dem Kopf.
  • Schutz der eigenen Sachen ist ein heikles Thema. Schliesslich sind alle Gegenstände, die man auf der Reise dabei hat, irgendwie am Motorrad befestigt. Es gibt keinen Kofferraum, in den man seine sieben Sachen einfach verstaut und so vor dem Zugriff Fremder sicher schützen kann.

Flexibel im Zelt unterwegs

Eigentlich bin ich kein Camper, oder war es bisher so gut wie nie. In meiner Jugend war ich weder Mitglied bei den Pfadfindern noch einer Organisation, die das Übernachten im Zelt angeboten haben. Einziges Erlebnis diesbezüglich war jeweils, Zuhause im Garten im alten Zelt meines Vaters einmal eine Nacht zu verbringen.

3 Jahre mit dem Mototent

Doch wer mit dem Zelt reist hat die Möglichkeit, fast überall einen Platz zum Schlafen zu finden. Ein paar Quadratmeter reichen aus um sein Zelt aufzustellen und schon steht die eigene Behausung.

Sehenswürdigkeiten sammeln

Meine Art zu Reisen hat sich in den letzten Jahren doch verändert. Obwohl immer mit dem Motorrad, hat sich die Art der Planung doch stark verändert. Früher wurde eine Tour akribisch organisiert. Die genaue Strecke wurde per Routensoftware geplant und per Google Streetview bereits im voraus überprüft. Sehenswürdigkeiten wurden in die Tourplanung eingebaut und auch die zu erwartenden Kosten sowie die notwendige Aufenthaltsdauer abgeklärt. Gegen 17 Uhr war dann jeweils Ankunft in der gebuchten Unterkunft und es bliebt genügend Zeit zwischen Check-In und Abendessen noch zu duschen.

Seit Anfang 2015 ist das nun komplett gestrichen. Buchungen mache ich nur noch für Transporte, bei denen eine Vorausbuchung notwendig ist bzw. es zeitlich einfach nicht anders möglich ist. Alles andere ist flexibler geworden. Ich sammle zwar immer hoch Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und interessante Streckentipps. Doch ist das nur zum Zweck nicht aus Unwissenheit nur wenige Kilometer an der Grottenbug Predjama vorbei zu fahren ohne es gesehen zu haben.

Höhlenburg Predjama
Grottenburt Predjama in Slowenien

Dasselbe gilt auch bei der Unterkunft. Klar könnte ich fast überall mein Zelt aufstellen, doch auf etwas Bequemlichkeit freue ich mich dann schon, sei es auch nur um eine Dusche oder Toilette zu haben. Soll es eine Pension sein, so schaue ich meistens vor Ort was verfügbar ist und sollte die angepeilte Unterkunft nicht offen oder kein freies Bett mehr haben, so gibt es immer einen guten Tipp für eine Alternative.

 

bleibende Erlebnisse

Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, hat auch immer im Hinterkopf, dass man auf Pisten unterwegs ist, die abseits der üblichen Touristenrouten liegen. In Slowenien war ich auf einer Waldpiste unterwegs als es mir den Spritzschutz vom Hinterrad abgerissen und ums Rad gewickelt hat. Die Strasse war auf der Karte als Hauptstrasse ausgewiesen. Doch in der einen Stunde, die ich da auf eben dieser Strasse stand, kam kein einziges Fahrzeug vorbei. Was wäre gewesen, wenn der Unfall schlimmer gewesen wäre? Wo hätte es Hilfe gegeben? Diese Frage stellt sich jeder und jeder geht damit individuell um. Für mich habe ich inzwischen eine Lösung gefunden.

Aber genau solche unerwarteten Ereignisse sind das Salz in jeder Geschichte einer Reise.

Dieser Beitrag ist Teil einer Blogparade zum Thema Reisetypen.

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7 Comments

  1. Reise-Typen: Deine Reise ist nicht meine Reise!

    […] Blindschleiche über das Motorrad Reisen mit dem Zelt […]

  2. Daniel

    Genau solche Ansichten liebe ich an der Blogparade. War mir am Anfang auch nicht sicher, ob ich daran teilnehmen soll. Und nun verfolge ich möglichst alle Beiträge. Man lernt so viel! Und das schreibe ich zum Teilen als Veranstalter – wie ich ja auch geschrieben habe: http://www.madiba.de/blog/blogparade-reise-typen-deine-reise-ist-nicht-meine-reise/ – aber auch als Urlauber, Reisender.

    Würde für dich eigentlich auch eine art Miet-Motorrad-Reise in Frage kommen? Oder seit Ihr Motorradfahrer so stark mit eurer Maschine verwachsen, dass dies „gar nicht möglich wäre/ist“?

    Zeichnest du deine Wegstrecke auf? Beispielsweise mit einem GPS Tracker? Stelle ich mir sehr spannend vor, denn immer und überall kann man ja nicht anhalten. So muss man sich nur die Uhrzeit merken und kann „nachlesen“ welche Burg/Haus/Ortschaft das war.

    LG daniel

    1. Marco

      Hallo Daniel
      Möchte nur kurz auf deine Fragen eingehen. Ein Mietmotorrad würde ich in betracht ziehen wenn ich eine weite anreise hätte und auch nur wenige Tage vor Ort unterwegs bin. Das ist dann aber das klassische Geschäft mit den Rollern.
      Wenn ich ein Motorrad zum Reisen suche ist weniger das Motorrad ein Problem sondern mehr das drum herum. Allem voran, es ist nicht „mein Motorrad“ auf dem ich sitze. Dann aber die Frage zum Gepäck, etc.

      Ja, ich zeichne meine gefahrene Strecke auf. (https://www.blindschleiche.ch/2015/02/gps-aufzeichnung-mit-holux-gpsport-260/) sowie online über Spot (https://www.blindschleiche.ch/2014/02/erfahrungen-mit-dem-spot-gen-3/)
      Wobei der Holux GPS Tracker um einiges genauer aufzeichnet als die Onlinelösung von Spot. Die Vorteile von Spot liegen eher darin, dass die Daten online verfügbar sind und Freunde und Interessierte nachschauen können wo ich gerade bin.

      gruss Marco

  3. Daniel

    Danke Marco für deine Antwort. Die meisten Fahrzeugvermieter sind eher auf Autos oder Roller spezialisiert. Motorrad-Vermieter kenne ich nur wenige. Und in der Tat, sind das selten Touren-Räder.

    Die GPS Log Einstellungen von deinem Holux finde ich sehr interessant. Schön, dass hier zwischen Motorrad, Fahrrad etc. unterschieden werden kann.

    Etwas verduzt bin ich, da du zwei Geräte für einen ähnlichen Zweck benutzt. Ich kenne im privaten Umfeld lediglich die Trackerbox. Habe dort einen GPS-Tracker eingehangen. Meines erachtens, kann ich in der Software auch einen Gastzugang einrichten. dann können Gäste diese Touren verfolgen. Da ich dies allerdings nur zu Hause einsetze – nicht im Ausland, auf Reisen – bin ich an dieser Stelle eher überfragt.

    LG daniel

    1. Marco

      Verwendungszweck der beiden Geräte ist nicht ganz der gleiche. Der Holux GPS zeichnet die zurückgelegte Route sehr genau auf und kann auch einige Informationen darstellen. Nachteil ist dabei, das Gerät hat keine Kommunikation zum Internet.
      Beim Spot ist das was anderes, das Gerät ist dazu da im Notfall die eigene Position per Satelit zu übermitteln damit Helfen wissen wo der Verunfallte zu suchen ist. Da die Kommunikation über Satelit läuft sind keine Natelnetze oder ähnliches notwendig. Möglichst freie Sicht zum Himmel reicht schon. Die Routenaufzeichnung ist da nur eine zusätzliche Option welche auch recht grob aufzeichnet.

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